Die EU würde als reiner Binnenmarktraum nicht funktionieren. Zu groß sind die wirtschaftlichen Entwicklungsunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten und Regionen, zu unterschiedlich die regionalen Gegebenheiten und Herausforderungen. EU-Regional- und Strukturpolitik soll einerseits helfen, Entwicklungsunterschiede auszugleichen. Andererseits geht es auch um die Förderung und Gestaltung des industriellen Strukturwandels. Die wichtigsten Instrumente der EU-Regionalpolitik sind Subventionen in Form von Zuschüssen oder Darlehen aus den EU-Strukturfonds sowie das EU-Beihilferecht. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Förder- und Finanzinstrumente.
Für uns hat der wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt in der EU insgesamt und ein sozialökologischer Umbau unserer Wirtschaft und Gesellschaft Priorität. Wichtig ist die Gewährleistung öffentlicher Dienstleistungen wie Energie, Abfall-, Wasser- und Abwasserentsorgungsinfrastruktur, ÖPNV, Post, Zugang aller zu Sozial- und Gesundheitsleistungen und Gleichstellung der Geschlechter. Besondere Förderschwerpunkte sehen wir in den schwächsten Regionen, bei den verletzlichsten Bevölkerungsgruppen sowie kleine und mittelständische Unternehmen und Soloselbständigen.
Regionale und lokale Behörden, NGOs, Unternehmen, Fachleute, Bürgerinnen und Bürgern können über eine Vielzahl von EU-Fördertöpfen finanzielle Unterstützung für die verschiedensten Projekte beantragen. In deutscher Sprache finden sich auf der von der LINKEN Delegation im Europaparlament gesponsorten Fördermittelwebsite weitere, konkrete und aktuelle Tipps und Tricks für vor allen für kleine und mittelständische Unternehmen, Kommunen, Bürger*innen-Initiativen und Nichtregierungsorganisation. Dazu gibt es ein Erklärvideo und -Flyer. Der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments hat einen neuen „Leitfaden zur EU-Finanzierung“ erstellt, der Informationen über das gesamte Spektrum der EU-Finanzierungsquellen anbietet, übersichtlich nach Aktionsbereichen gruppiert. Er erspart nicht die eigene Recherche zum passgenauen EU-Fonds für das individuelle Projekt, aber die wichtigsten Förderthemen des Leitfadens sind in Unterabschnitte unterteilt, um diese Recherche zu erleichtern und der Text enthält eine Reihe von Hyperlinks, mit Verweisen auf die Finanzierungsquellen. Zur Erleichterung des Lesens wird am Ende jedes Abschnitts des Leitfadens eine Liste der wichtigsten potenziellen Begünstigten aufgeführt. Auch die EU-Kommission bietet Informationen zu Fördermöglichkeiten an, unter anderem über Fördermöglichkeiten für KMU aus den wichtigsten EU-Strukturfonds EFRE, ESF+ und ELER in allen 16 deutschen Bundesländern. Konkrete Ansprechpartner finden sind hier. https://www.eu-foerdermittel.eu/ https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2023/747110/EPRS_STU(2023)747110_DE.pdf https://ec.europa.eu/regional_policy/in-your-country/managing-authorities/germany_en c Die EU-Struktur- und Regionalpolitik, in der Fachsprache Kohäsionspolitik genannt, ist das wichtigste solidarische Instrument der EU zur Angleichung und Verbesserung der Lebensbedingungen überall in der EU. Sie soll als langfristige stratehische Investitionspolitik im Zusammenwirken der europäischen, der nationalen, regionalen und kommunalen Ebenen zum wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt beitragen. Weiterlesen: Alle Beiträge, Reden von Martina Michels zur EU-Regionalpolitik. Wir unterstützen die Allianz für die Kohäsionspolitik Detaillierte Informationen auf der Seite des Europaparlaments hier.Themen – kurz und knapp
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