Wir streiten für eine Europäische Union, in der Demokratie nicht nur auf dem Papier steht, sondern im Alltag der Menschen spürbar wird. Wenn Entscheidungen in Brüssel und Straßburg hinter verschlossenen Türen fallen, wächst das Misstrauen gegenüber der EU. In der Legislaturperiode 2024–2029 zeigt sich: Europa muss demokratischer, sozialer und gerechter werden. Die Linke will die Rechte der Menschen stärken – für mehr Teilhabe und Mitbestimmung, gegen Überwachung, Ausbeutung und Lobbymacht. Wir wollen ein starkes Europäisches Parlament, transparente Entscheidungen und echte Mitsprache. Demokratie bedeutet auch mehr Gleichheit, soziale Sicherheit und gute Lebensbedingungen für alle.
Gleichzeitig erleben wir einen gefährlichen Rechtsruck in Europa. In der aktuellen Legislaturperiode gibt es im EU-Parlament drei rechte Fraktionen, die zusammen mehr als ein Viertel der Abgeordneten bilden und die Kräfteverhältnisse im Parlament deutlich nach rechts verschoben haben. Zugleich suchen Konservative immer wieder gemeinsame Mehrheiten mit ihnen – etwa bei Migration, Klimaschutz oder Arbeitnehmer*innenrechten. Das ist brandgefährlich. Wer mit der extremen Rechten paktiert, normalisiert autoritäre Politik. Wir stellen uns dem entschieden entgegen. Für unsere Delegation gilt klar: Keine Zustimmung zu Anträgen der Rechten und keine Zusammenarbeit mit rechten oder rechtsextremen Fraktionen – weder offen noch verdeckt. Antifaschismus ist für uns demokratische Verpflichtung im Hier und Jetzt. Er bedeutet, Menschenwürde zu verteidigen, Minderheiten zu schützen und Hass entschlossen entgegenzutreten.


