Zeit für europäische Übergewinnsteuer zum Gemeinwohl
Die gestern veröffentlichte Gewinnankündigung von Exxon Mobil kommentiert Martin Günther, Mitglied des ECON-Ausschusses, wie folgt:
„Milliardengewinne für Ölkonzerne, während die Menschen in Europa unter hohen Energiepreisen leiden. Damit muss Schluss sein!
Der US-Öl- und Gaskonzern Exxon Mobil erwartet wegen gestiegener Ölpreise und höherer Margen gegenüber dem Vorquartal einen Gewinnsprung von rund fünf Milliarden Dollar. Es ist ausgemachte Sache, wo dieses Geld landen wird: In den Taschen von Investoren und Aktionären, die durch Dividenden und gestiegene Kurswerte kräftig an der Energiekrise mitverdienen.
Genauso klar ist wo das Geld herkommt: Von Menschen in Deutschland und Europa, die seit Monaten immense Summen für Benzin und Energie bezahlen müssen. Während die Reichen immer reicher werden, wird das Leben für die meisten Menschen immer unbezahlbarer. Unten Krise, oben Profite – diese Ungerechtigkeit muss aufhören!
Es wird Zeit, dass die EU wie schon 2022 eine Übergewinnsteuer einführt und Krisengewinne von Großkonzernen abschöpft. Das würde der EU pro Jahr bis zu 150 Milliarden Euro Jahr einbringen, mit denen die Menschen in Europa effektiv entlastet werden können. Zum Beispiel durch die Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets – sozial, gerecht und ökologisch.“

