Menschen mit eingeschränkter Mobilität haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und auf vollständige gesellschaftliche Teilhabe. Grundlage dafür ist unter anderem die UN-Behindertenrechtskonvention. Doch noch immer schließen fehlende Aufzüge, kaputte Rampen, nicht barrierefreie Bahnhöfe oder unzugängliche Wohnungen viele Menschen täglich aus. Das ist nicht hinnehmbar. Barrierefreiheit darf kein Luxus oder freiwillige Zusatzleistung sein, sondern muss überall konsequent umgesetzt werden. Egal ob in der Kommune, im Land oder in Europa.

Wir wollen Städte, Gemeinden und den öffentlichen Nahverkehr so gestalten, dass alle Menschen unabhängig von körperlichen Einschränkungen mobil sein können. Busse und Bahnen müssen vollständig barrierefrei, zuverlässig und bezahlbar werden. Öffentliche Gebäude, Schulen, Universitäten, Arztpraxen und Kulturangebote müssen für alle zugänglich sein. Wer Mobilität dem Markt überlässt, schließt Menschen mit Behinderungen aus. Deshalb verstehen wir Barrierefreiheit nicht als „Extra“, sondern als zentrale Voraussetzung sozialer Gerechtigkeit und echter Gleichstellung.

Menschen mit Einschränkungen dürfen nicht an Bürokratie, hohen Kosten oder mangelnder Unterstützung scheitern. Hilfsmittel, persönliche Assistenz und barrierefreier Wohnraum müssen ausreichend finanziert und für alle verfügbar sein. Politik und Gesellschaft tragen die Verantwortung, Hindernisse abzubauen und echte Bewegungsfreiheit für alle Menschen zu schaffen. Barrierefreiheit scheitert oft nicht am technischen Fortschritt, sondern am politischen Willen. Deshalb braucht es eine klare öffentliche Verantwortung, die konsequent in Infrastruktur, Mobilität und Inklusion investiert. Eine solidarische Gesellschaft erkennt Vielfalt nicht als Problem, sondern als Selbstverständlichkeit. Wir kämpfen für echte Inklusion, gleiche Rechte und ein Europa, in dem alle Menschen frei und selbstbestimmt leben können.