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Pauschalreisen: Kompromiss ist wichtiger Fortschritt für Reisende

Den erwarteten morgigen Kompromiss zu neuen EU-Regeln für Pauschalreisen kommentiert Martin Günther, Europaabgeordneter für Die Linke und Mitglied der Ausschüsse ENVI und ECON, wie folgt:

„Der vorliegende Kompromiss zu den neuen Regeln für Pauschalreisen ist ein wichtiger Schritt hin zu einem besseren Schutz der Reisenden in der EU. Besonders die vorgesehenen klareren Rechte auf Rückerstattungen und Stornierungen wären eine wichtige Lehre aus der COVID-19-Krise, als viele Menschen monatelang auf ihr Geld warten mussten, während Unternehmen ihre Risiken auf die Verbraucherinnen und Verbraucher abwälzten.

Umso bedauerlicher ist es, dass der Schutz bei verbundenen Reiseleistungen im Kompromiss abgeschwächt werden soll. Gerade hier hätten Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Klarheit und Sicherheit gebraucht, statt neuer Schlupflöcher für Anbieter.

Auch die lange Übergangsfrist wirft Fragen auf: Es ist schwer nachvollziehbar, warum Unternehmen ganze 28 Monate Zeit bekommen sollen, um Vorschriften umzusetzen, die in erster Linie den Schutz von Reisenden stärken. Das ist zu lang – der Schutz von Verbraucher muss an oberster Stelle stehen.

Unterm Strich würde die Einigung den Schutz für Reisende in Europa verbessern. Entscheidend wird nun sein, wie die Regeln in den Mitgliedstaaten umgesetzt werden – und ob sie tatsächlich bei den Menschen ankommen. Das werden wir sehr genau beobachten.“