Europas Klimapolitik darf nicht von der Fossil-Lobby diktiert werden

Die Überarbeitung und Verschiebung der EU-Methanverordnung kommentiert Martin Günther, Mitglied des ENVI-Ausschusses, wie folgt:

„Europa braucht weniger Umweltverschmutzung, nicht mehr Zeit für die Verursacher. Gerade jetzt, wo die Menschen haben mit hohen Energiekosten zu kämpfen haben, will die Kommission den Importeuren fossiler Brennstoffe noch mehr Zeit geben, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Durch die Eindämmung von Methanemissionen lässt sich wertvolles Gas zurückgewinnen, das derzeit verschwendet wird. Dies würde die Energiesicherheit stärken und die Energiepreise für arbeitende und sozial schwache Familien senken, die schon seit langem große Schwierigkeiten haben.

Die zusätzliche Gefahr besteht darin, dass die Kommission mit ihrem Vorschlag eine Büchse der Pandora öffnet. Ihre Vereinfachungsagenda hat der Rechten und der extremen Rechten im Parlament wiederholt die Gelegenheit geboten, weit über den Rahmen des ursprünglichen Vorschlags hinauszugehen und den Umweltschutz weiter abzubauen. Die Verschiebung der Methanverordnung könnte sich tatsächlich zu einer viel längeren Verzögerung ausweiten. Die Rechte und die extreme Rechte werden versuchen, die Verordnung massiv zu verwässern, jetzt, da ihnen eine solche Gelegenheit in den Schoß gefallen ist.“