Das Klima kann sich die Superreichen nicht mehr leisten
Den heute veröffentlichten Oxfam-Bericht über die Klimaschäden der Superreichen kommentiert Martin Günther, Mitglied des ENVI- und des ECON-Ausschusses, wie folgt:
„Der Bericht zeigt einmal mehr, das Klima bzw. wir können uns die Superreichen nicht mehr leisten. Während Superreichen mit ihren Privatjets und Superyachten die Klimakrise vorantreiben, sind es vor allem Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen, die man immer wieder zu mehr Opfer für den Klimaschutz auffordert. Man muss sich nochmal vor Augen führen, wie absurd dies ist: Die reichsten 0.1% dieses Planeten verursachen mehr Treibhausgase als die ärmsten 3,5 Milliarden Menschen zusammengenommen. Damit sind Superreiche im Durchschnitt 400-mal stärker für Extremwetterereignisse verantwortlich als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.
Gleichzeitig sind die Folgen des Klimawandels extrem ungleich verteilt. Bis 2050 werden mutmaßlich eine Milliarde Menschen ihre Heimat verlieren, die meisten davon im Globalen Süden. Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen treffen ärmere Länder am härtesten. Es sind die Superreichen, die die Klimakrise maßgeblich befeuern, und die wirtschaftlich Schwächsten, die am stärksten unter ihr leiden.
Wir können den Klimawandel nur wirksam und gerecht bekämpfen, indem wir die Hauptverantwortlichen in die Pflicht nehmen und die Verwundbarsten schützen. Dazu müssen wir Superreiche und CO2-intensive Luxusgüter endlich angemessen besteuern, globale Ungleichheit verringern, Investitionen in Klimaschutz vervielfachen und wirtschaftlich schwächere Länder bei der Bewältigung der Klimakrise unterstützen.“

