Verbrenner-Aus: Industriepolitischer, energiepolitischer, verkehrspolitischer Irrsinn
Zum Kurs der EU-Kommission, das Verbrenner-Aus zu kippen, erklärt Martin Günther, Mitglied von Die Linke im Europaparlament und Mitglied des ENVI-Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Lebensmittelsicherheit:
„Der Schlingerkurs zum Verbrenner-Aus ist ein Desaster, verhandelt durch EVP-Chef Manfred Weber. Ein Vorschlag, den CO₂-Ausstoß der Neuwagenflotte im Jahr 2035 nicht um 100 Prozent, sondern nur um 90 Prozent gegenüber 2021 zu reduzieren, ist industriepolitischer, energiepolitischer und verkehrspolitischer Irrsinn. Wir brauchen eine klare Orientierung für die Industrie. Nur wenn die Zukunft planbar und berechenbar ist, können dort Arbeitsplätze gesichert werden. Eine klare Industriepolitik muss dafür sorgen, dass kostengünstigere Klein-E-Autos statt tonnenschwerer E-SUVs mit Plug-In-Hybriden gebaut werden, damit auch die Krankenschwester sich ein Auto für ihren Weg zur Nachtschicht zukünftig leisten kann.“
„Statt weiterhin auf Verbrennern durch Plug-In-Hybride PKWs auf den Straßen zu bauen, braucht es den Ausbau eines kostengünstigen Nah- und Fernverkehrs, damit möglichst viele Menschen ohne Auto von A nach B kommen – auch im ländlichen Raum und am Wochenende.“


