COP30: Keine Ausnahmen und keine Halbmaßnahmen mehr
Angesichts der Entwicklungen und Ausschreitungen rund um die COP30 in der vergangenen Woche sowie über das Wochenende äußert sich Martin Günther, Abgeordneter der Delegation Die Linke im Europaparlament und Mitglied im ENVI-Ausschuss für Umwelt und Klima: „Die Klimakrise ist kein technisches Problem, sondern das Ergebnis politischer Feigheit. Lösungen gibt es, und wir wissen genau, was zu tun ist. Was uns fehlt, ist der Mut, uns gegen die Industrien und Regierungen zu stellen, die weiterhin Menschenleben für Profit opfern.“
„Ich begrüße die lautstarken Proteste in Belém; sie stehen stellvertretend für Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die dringend echte Klimagerechtigkeit fordern. Die Staatsvertreter sollten auf sie hören, statt auf die Öl-Lobbyisten, die bei der COP anwesend sind. Es ist inakzeptabel, dass Öl-Lobbyisten jede Diskussion über die Beendigung der Ölnutzung verhindern. Sie sollten aus der COP ausgeschlossen werden“, fordert Günther.
„Wenn die Staats- und Regierungschefs der Welt weiterhin genau die Menschen ignorieren, die die reichste Artenvielfalt des Planeten schützen, welche Lösungen glauben sie dann, bei der COP30 finden zu können? Europa überhitzt sich, Ökosysteme brechen zusammen, und unsere derzeitigen Produktions- und Konsummuster sind nicht nachhaltig. Die COP30 darf nicht zu einem weiteren Ritual der Ausreden und halbherzigen Maßnahmen werden. Sie muss der Moment sein, in dem wir Integrität vor Bequemlichkeit und Gerechtigkeit vor Komfort stellen“, so Günther.


