5. Welche Klimafolgen hätte das Abkommen?
Das Abkommen dürfte Exporte von Produkten steigern, die maßgeblich zur Entwaldung beitragen, darunter Rindfleisch, Soja, Zucker, Mais und Geflügel. Rechtsgutachten kommen zu dem Schluss, dass das Abkommen zu einem Anstieg der Treibhausgasemissionen führen wird und mit den Klimaverpflichtungen der EU unvereinbar ist.
Allein 2024 verbrannten in Brasilien rund 11 Millionen Hektar Wald – ein Anstieg von 116 % gegenüber 2023. Gleichzeitig werden Ökosysteme wie der Cerrado und das Pantanal, die nicht vollständig von der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) erfasst sind, weiter unter Druck geraten.
Das Abkommen schützt außerdem nicht vor Entwaldung: Die neuen Nachhaltigkeitsklauseln sind schwach und nicht einklagbar. Die Vertragsparteien verpflichten sich lediglich, bestehende nationale Gesetze umzusetzen. Es gibt:
- keine neuen verbindlichen Verpflichtungen,
- keine Sanktionsmechanismen,
- lediglich Konsultationen und unverbindliche Expert*innenberichte.

